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Boris Yoffe
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© Universal Edition / Eric Marinitsch

"Boris Yoffe hat bei mir Komposition studiert und ist sicher einer der begabtesten und eigenwilligsten Erscheinungen unter den Komponisten seiner Generation. Seine Arbeiten zeichnen sich durch außergewöhnliche Konzentration aus. Sein Klangsinn ist außerordentlich, aber nicht im Sinne gefälliger Klanggewandung, sondern aus den Linienzügen heraus entwickelt. Das ist heute sehr selten.

Neben seiner kompositorischen Arbeit ist Yoffe ein hochsensibler Instrumentalist und ein tiefsinniger Theoretiker."

Wolfgang Rihm, Komponist

 

...ein Einzelgänger - zwischen Kulturen (deutsch, jüdisch, russisch), Gebieten (Musik, Philosophie, Religion, Wissenschaft), zwischen Sakralem und Absurdem, strenger Konsequenz und eigenwilliger Unvorhersehbarkeit. Sein Weg hinterlässt Spuren: die Texte und die Musik, in erster Linie das seit 1995 fast täglich wachsende Quartettbuch. Diese Musik befindet sich auch zwischen Epochen, Richtungen, ästhetischen Systemen. Die stets im Rahmen der traditionellen europäischen Temperierung bleibenden, lapidar notierten, vierstimmigen Quartette/Gedichte/Blätter scheinen zu beweisen: Es ist heute eine Musik möglich, die ganz auf sonore Effekte, ebenso auf eine politische bzw. gesellschaftliche Relevanz, verzichtet, ohne dabei anachronistisch zu wirken. Eine individualistische Auseinandersetzung mit Ästhetischem, die keinen Anspruch auf Innovation erhebt und dabei etwas Befreiendes mit sich bringt.

Boris Yoffe ist...

"Tambourin" (live, 2013)
P. Kopatchinskaja, Violine, A. Wiedemann, Gitarre

 

 

"Boris Yoffe fasziniert mich als ebenso vielseitig wie individuell geprägte Künstlerpersönlichkeit: als Komponist ein Poet, gleichsam ein Magier, der in kleinsten Gesten und Formen dem Geheimnis des Klanges nachspürt, als Essayist ein außerordentlich kenntnisreicher Autor von beeindruckender gedanklicher Schärfe und Eigenständigkeit.

Zu seiner so sympathischen, so gänzlich uneitlen Art hat sich Boris Yoffe eine bewundernswerte Unabhängigkeit von jeglichen Moden und Dogmen bewahrt; nichts liegt ihm ferner als Routine und Streben nach äußeren Effekten."

Kolja Lessing, Geiger, Pianist

"Die Musik von Boris Yoffe eröffnet für mich jedes Mal, wenn ich sie spiele oder höre, unbekannte und faszinierende Räume. Ich habe diese für mich selbst "Möglichkeitsräume" getauft. Sogar wenn ich ein Stück von Boris zwanzig Mal hintereinander spiele erscheinen mir die Möglichkeiten, neue Dinge zu entdecken, noch unbegrenzt. Diese Erfahrung habe ich bislang noch mit keinem anderen Komponisten gemacht."

Der Gitarrist Augustin Wiedemann spielt des Öfteren Musik von Boris Yoffe, zu hören beispielsweise auf der CD "Symphony" (Wildner Records, 2011).

"... Im Bewusstsein darüber, wie sehr Komponieren und Musik eine eigenständige Form von Erkenntnis sein kann und wie wenig sich anderes über die Musik sagen lässt, als dass wir sie in den Fokus unserer Wahrnehmung holen, möchte ich Sie zum Schluss – statt weiterer Theorien – mit der Musik von Boris Yoffe bekannt machen. Dies auch als ein Hinweis darauf, dass es Musik gibt, die aus unserer Mitte heraus entstanden ist, also von einem Musiker, der im Umfeld all unserer Alten und Neuen Musik sozialisiert ist, darin lebt und über sie – wie der Psalmist – nachsinnt Tag und Nacht: Musik, die wirkt, als käme sie von einem anderen Stern – nicht als Einschlag eines Meteoriten (wie Lachenmann Boulez’ Structures Ia erlebt), sondern als »Higgs-Teilchen« unserer musikalischen Empfindungs- und Gestaltungskraft, Musik, die ahnen lässt, wie zart die Gravitation der Klänge mit der unserer musikalischen Erfahrungswelt korreliert, sozusagen die Kräfte dieser Gravitation spürbar zur Voraussetzung ihres eigenen Klingens macht. Diese Musik veranlasst mich zur äußersten Behutsamkeit. Macht mich still. Wir müssen bei allem, was wir an Möglichkeiten der theoretischen Reflexion und des Diskurses erlernt haben, immer auch damit rechnen, dass sich mit der Musik das Innerste eines Menschen offenbart, authentisch, mit all seinen seelischen Befindlichkeiten, die sich nur so und nie anders ausdrücken lassen."

Norbert Fröhlich, Professor für Musiktheorie in Trossingen, schloss mit diesem Zitat seine Keynote am Kongress der GMTH  (Gesellschaft für Musiktheorie) in Essen (Oktober 2012) ab.

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